Max Alfons Miedinger
Geboren am 24. Dezember 1910 in Zürich,
gestorben am 8. März 1980 ebenda.
Nach Abschluss seiner Schulzeit absolvierte Max Miedinger 1926 auf
Drängen seines Vaters eine Lehre als Schriftsetzer in der Buchdruckerei
Jacques Bollmann in Zürich.
Von 1930 bis 1936 war er für verschiedene
Unternehmen als Setzer tätig, daneben besucht er Abendkurse an
der Kunstgewerbeschule Zürich.
Ab 1936 arbeitet er als Typograf im
Werbeatelier der renommierten Zürcher Warenhauskette Globus. 1946
trat er eine neue Stelle als Vertreter für die Haas’sche Schriftgiesserei
in Münchenstein an.
1954 entstand auch sein erster Schriftentwurf:
Pro Arte, eine serifenbetonte Linear-Antiqua. 1956 kehrte Miedinger
nach Zürich zurück und machte sich, wie sein zwei Jahre jüngerer
Bruder Gérard, als Werbeberater und Grafiker selbständig. Von seinem
Talent überzeugt, erteilte ihm Eduard Hoffmann, der Direktor der
Haas’schen Schriftgiesserei, kurze Zeit später den Auftrag, eine neue
Groteskschrift zu entwerfen. 1965 kreierte er mit der Horizontal
schliesslich seine dritte Schrift im Auftrag von Haas.
Eduard Hoffmann
Geboren am 26. Mai 1892 in Zürich, gestorben am 17. September
1980 in Basel.
Fasziniert von der damals aufkommenden Aviatik, absolvierte
Eduard Hoffmann nach seiner Maturitätsprüfung 1911 Studienaufhalte
und Praktika in Zürich, Berlin und München, um sich mit Technik und
Maschinenbau vertraut zu machen.
1917 trat er eine Stelle in der
von seinem Onkel Max Krayer geführten Haas’schen Schriftgiesserei
an. Mit grossem Eifer arbeitete er sich in die für ihn fremde Materie ein;
Typografie und Schrift wurden zu seinem neuen Tätigkeitsfeld.
Von 1937 an leitete Hoffmann die Schriftgiesserei als gleichberechtigter
Direktor an der Seite seines Onkels; nach dessen Tod 1944 führte
er die Firma bis zu seinem Rücktritt 1965 alleine weiter. Ab 1951 wurde
er tatkräftig von seinem Sohn Alfred unterstützt, der ihm von 1959
an als Vizedirektor zur Seite stand und 1968 als Direktor die Leitung
übernahm.